Datenaustausch zwischen Linux und Raspberry Pi

Um einen Raspberry Pi zu konfigurieren bzw. zu verwalten, lässt sich mit SSH eine Verbindung aufbauen, um direkt über die Konsole arbeiten zu können. Unter Linux wird aus einem Terminal dazu folgender Befehl abgesetzt.

ssh pi@192.168.1.100

Der User „pi“ sowie die IP Adresse müssen hier ggf. angepasst werden. Unter Windows lässt sich eine SSH Sitzung mit dem Tool „Putty“ aufbauen. Sollen jedoch Daten ausgetauscht werden, wird das Protokoll SCP (Secure CoPy) benötigt.

Unter Windows gibt es dafür das Tool „WinSCP“. Das Vorgehen mit WinSCP wird hier beschrieben: https://blog.doenselmann.com/datenaustausch-zwischen-windows-und-raspberry-pi-mit-winscp/ Linux bringt SCP direkt mit. Beim Einsatz ist zwischen Kommandozeile oder GUI zu unterscheiden. Zweiteres bringt ggf. einen Vorteil, wenn nicht direkt bekannt ist, an welcher Stelle zu suchen ist. Über den Dateiexplorer lässt es sich doch komfortabler durch das Dateisystem browsen.

Datenaustausch über die Kommandozeile:
Sollen Daten vom Raspberry Pi auf den eigenen Rechner kopiert werden, wird scp gefolgt von Parametern aufgerufen. Zur Authentifizierung muss das Passwort des RasPi Users „pi“ eingegeben werden.

scp pi@192.168.1.100:/usr/scripts/weekly_seafile_cleanup.sh /home/michi/weekly_seafile_cleanup.sh

In diesem Beispiel wird remote vom Raspberry Pi die Datei „/usr/scripts/weekly_seafile_cleanup.sh“ in das lokale Verzeichnis „/home/michi“ kopiert. „pi@192.168.1.100“ muss hierbei an den eigenen RasPi Benutzernamen sowie die entsprechende IP Adresse angepasst werden. Der Weg vom lokalen Client auf den Raspberry Pi sieht dann so aus:

scp /home/michi/weekly_seafile_cleanup.sh pi@192.168.1.100:/tmp/weekly_seafile_cleanup.sh

In diesem Beispiel wird die lokale Datei „/home/michi/weekly_seafile_cleanup.sh“ nach „/tmp“ auf dem Raspberry Pi kopiert.

Datenaustausch über den Dateiexplorer:
Um im Standard Dateiexplorer „Nautilus“ unter Gnome überhaupt eine Adresszeile nutzen zu können, muss diese mit „STRG + L“ eingeblendet werden. In die Adresszeile wird IP Adresse des RasPi mit „sftp://“ beginnend eingetragen.

Linux SCP

Auch bei der GUI Variante muss der User authentifiziert werden.

Linux SCP

Sobald die Verbindung steht, können Dateien unter der Kennung „pi“ in beide Richtungen kopiert bzw. bearbeitet werden.

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