Linux Patch Monitoring mit PatchMon


PatchMon ist ein Open Source Werkzeug, um den Patch Status seiner Linux Infrastruktur im Blick zu behalten. Eine Linux VM oder ein LXC Container sind schnell aufgesetzt. Dienste darauf gepackt und dann wird der Unterbau schnell vergessen, da ja alles läuft. In meinem eigenen Homelab habe ich neben reinen Linux VMs auch einen kleinen Kubernetes Cluster sowie ein paar eigenständige Docker Hosts für unterschiedliche Dienste am Laufen.


Um die Systeme aktuell zu halten, nutze ich eine CI/CD Pipeline, welche eine Ansible Rolle ausführt, um die Systeme auf den aktuellen Stand zu bringen. Einen Überblick, ob alle Systeme wirklich einen korrekten Patchstand haben, oder ggf. veraltete Containerimages im Einsatz sind, habe ich dadurch nicht. Und genau hier kommt PatchMon ins Spiel. Es überwacht die Systeme und zeigt in unterschiedlichen Dashboards den aktuellen Stand an. PatchMon lässt sich als Managed Service in der Cloud oder eigenständig betrieben nutzen. Wer es als Docker Container einsetzen möchte, hat es Dank der wirklich guten Dokumentation sehr einfach. Eine vollständige Konfiguration samt Anleitung wird durch die Entwickler zur Verfügung gestellt. Ich lasse die Kommunikation in Richtung PatchMon über einen Traefik Reverse Proxy laufen. Die Einrichtung und die Anpassungen dafür haben nur ca. 15 Minuten Arbeit benötigt und meine Grundinstanz von PatchMon war komplett lauffähig. Das war vor allem durch die bereits erwähnte sehr gute Dokumentation möglich.

Einzige kleine Anmerkung dazu: Wer PatchMon hinter einem Reverse Proxy betreibt, findet Informationen hierzu auch in der Installationsanleitung. Hier sollte zusätzlich noch der Wert „TRUST_PROXY=1“ in die „.env“ Datei hinzugefügt werden, da es sonst zu Fehlern in den Logs kommt.


Sobald der Dienst läuft, können die eigentlichen Linux Hosts hinzugefügt werden. Für jeden einzelnen Host wird der Installationsbefehl angezeigt. Sobald die Verbindung steht, wird der Host auch direkt in PatchMon als aktiv anzeigt. Um einen besseren Überblick zu behalten, können bei Bedarf auch Host Gruppen angelegt werden.

PatchMon Hosts Übersicht


Über das Dashboard gibt es einen gesamten Überblick über alle Systeme. Die gewünschten Informationen, die angezeigt werden sollen, lassen sich nach Belieben anpassen. Ein Klick auf die einzelnen Kacheln liefert dann weitere Detailinformationen.

PatchMod Dashboard Übersicht


Eine weitere Sache, die ziemlich hilfreich ist, ist der eingebaute Compliance Check. Hierbei werden mit OpenSCAP oder Docker Bench zusätzliche Sicherheitsbewertungen der Systeme durchgeführt.

PatchMon Compliance Übersicht


Hierbei lassen sich wertvolle Hinweise über mögliche Konfigurationsprobleme herausfinden und dann entsprechend abstellen.

Wie gut PatchMon in großen Enterprise Umgebungen skaliert, kann ich noch nicht sagen. In kleineren Umgebungen sowie in Homelabs ist es auf jeden Fall ein extrem wertvolles Werkzeug, um einen guten Überblick zu erhalten, wie der Zustand der eingesetzten Systeme ist. Das sollte ein großer Vorteil für die eigene Sicherheit sein. Da es extrem einfach und schnell aufzusetzen ist, spricht meiner Meinung nach einem Test nichts dagegen.