Raspberry Pi WLAN sicher konfigurieren

Der Raspberry Pi 3 hat bereits ein integriertes WLAN Modul mit an Bord. Es ist also nicht mehr zwingend notwendig, einen zusätzlichen WLAN Adapter zu verwenden. Damit sich der Raspberry Pi auch automatisch mit einem WLAN verbindet, muss die Konfiguration mit „wpa_supplicant“ angepasst werden.


Wer die SSID des zu verbindenden Netzwerks nochmal prüfen möchte, kann dies mit ganz leicht per Befehl erledigen.

iwlist scanning

Raspberry Pi WLAN wpa_supplicant

Damit werden alle verfügbaren drahtlosen Netzwerke angezeigt. Der benötigte Wert findet sich unter „ESSID“. Natürlich wird neben der SSID auch das Passwort zum Verbinden des Netzwerks benötigt. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich, die WLAN Konfiguration nicht im Klartext in die „wpa_supplicant.conf“ einzutragen. Das sensible Passwort lässt sich auch verschlüsselt in der Konfiguration ablegen. Somit hat ein Angreifer erstmal eine zusätzliche Hürde zu nehmen. Die verschlüsselte Konfiguration lässt sich über den Befehl „wpa_passphrase“ erzeugen. Dazu muss die WLAN SSID und das Passwort übergeben werden.

wpa_passphrase foo "my very secret key"

Raspberry Pi WLAN wpa_supplicant

Die generierte Minimalkonfiguration kann jetzt in die „wpa_supplicant.conf“ eingetragen werden.

sudo nano /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

Raspberry Pi WLAN wpa_supplicant

Die Zeile mit dem Passwort im Klartext wird natürlich entfernt. Die Datei „/etc/network/interfaces“ ist unter Raspbian bereits so vorbereitet, damit eine WLAN Verbindung über „wpa_supplicant“ aufgebaut werden kann. Hier muss also nicht zwingend etwas angepasst werden.

allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet manual
    wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

Ab jetzt ist die Konfiguration abgeschlossen. Um die WLAN Verbindung zu testen, muss das Netzwerk neu gestartet werden.

sudo service networking restart

Allerdings kann es dann passieren, dass die gerade aufgebaute Verbindung abgeschossen wird. Alternativ dazu funktioniert auch ein Neustart des Raspberry Pi, damit die Verbindung automatisch aufgebaut wird.

Auch wenn es durchaus praktisch sein kann, dass der Raspberry Pi jetzt ein integriertes WLAN Modul besitzt, bevorzuge ich immer noch eine kabelgebundene Verbindung. Gerade dann, wenn der RasPi gewisse Aufgaben erledigen soll, ist ein stabiler Netzwerkbetrieb absolut erforderlich. Und das ist natürlich mit Kabel wesentlich eher zu erreichen als über eine WLAN Verbindung.

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