Uhrzeit über systemd-timesyncd synchronisieren

Vor knapp einem Jahr habe ich einen Artikel über Zeitsynchronisation am Raspberry Pi mittels NTP geschrieben Zum Artikel. NTP kann in zwei Varianten betrieben werden. Im Client Modus wird lediglich die lokale Uhrzeit aktualisiert und im Server Modus können sich andere Geräte im Netzwerk die aktuelle Uhrzeit vom NTP Server abholen. In vielen Fällen ist es vermutlich ausreichend, die Client Funktionalität zu nutzen. Dafür ist NTP aber eine relativ komplexe Lösung mit vielen Möglichkeiten, die gar nicht unbedingt benötigt werden. In vielen Linux Distributionen ist systemd bereits als Init-System implementiert. Ab Version 213 bringt systemd einen sehr leichtgewichtigen Dienst names “timesyncd” mit, der sich um den Abgleich der lokalen Uhrzeit kümmert.

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Odroid C2 Problem mit wechselnder MAC Adresse

Mein Odroid C2 Single Bord läuft schon eine ganze Weile unter Arch Linux. Ende 2017 wechselte ich auf den Arch Linux Mainline Kernel inklusive dem Mainline U-Boot. Details zum Umstieg gibt es hier: Klick
Kürzlich stellte ich fest, dass auf meinem DNS etliche Einträge meines Odroid C2 mit unterschiedlichen MAC Adressen auftauchten. Ob dies auch vor dem Wechsel auf den Mainline Kernel so war, kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Nach ein wenig Analyse stellte sich heraus, dass der Odroid C2 mit jedem Boot eine andere MAC Adresse erhalten hat, was ja eigentlich nicht passieren sollte, da die MAC Adresse fest hinterlegt ist. Anscheinend ist das beim Odroid C2 nicht der Fall, was auf ein schlampiges Design deutet.

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Raspberry Pi über IPv6 erreichbar machen

Viele nutzen Ihren Raspberry Pi oder andere Single Boards, wie z.B. einen Odroid, um gewisse Dienste wie Webserver, Cal- und CardDAV Server oder anderer beliebige Cloud Dienste im Internet erreichbar zu machen. Im privaten Bereich wird dazu der eigene Internetanschluss verwendet und ein einfaches Portforwarding auf den Raspberry Pi konfiguriert, damit dieser auch im Internet über die benötigten Ports ansprechbar ist. In den meisten Fällen (>90%) geschieht dies aktuell noch über IPv4, da es für viele Anwender das vertrautere Protokoll ist. Die Erreichbarkeit von Webdiensten über IPv6 ist nach wie vor erschreckend gering. Der folgende Artikel soll zeigen, wie ein eigener Server auch per IPv6 über das Internet erreichbar sein kann und welche Hürden es möglicherweise zu nehmen gibt.

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Linux mit Lynis analysieren und härten

Linux sorgt von Haus aus schon dafür, ein System möglichst sicher zu betreiben. Allerdings ist das immer von der Konfiguration des Systems und der installierten Pakete abhängig. Unsachgemäße Handhabung, mangelndes Wissen oder auch schlechte Dokumentationen können ein System schnell zur Angriffsfläche machen. Gerade Einplatinencomputer wie zum Beispiel ein Raspberry Pi hängen oft direkt im Internet und werden somit schnell ein Ziel für Angreifer. Neben einer Firewall, die wirklich nur den Traffic durchlässt, der wirklich erforderlich ist, aktuellen Paketen, sicheren Passwörtern und einer abgesicherten SSH Konfiguration müssen auch weitere Systemkomponenten möglicherweise gehärtet werden, um Angriffsflächen zu minimieren. Um das eingesetzte System zu analysieren gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist das Open Source Audit Werkzeug “Lynis”. Es führt einige individuelle Tests durch und gibt Ratschläge wie das eigene System weiter abgesichert werden kann.

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Odroid C2 mit Arch Mainline Kernel

Der Einplatinencomputer Odroid-C2 von Hardkernel wird standardmäßig mit dem nicht mehr ganz aktuellen Kernel 3.14.x ausgeliefert. Unter Arch Linux läuft mein System aktuell mit dem Mainline Kernel. So steht immer die aktuelle Version des Linux Kernels zur Verfügung. Allerdings ist dieser Vorgang mit ein wenig Vorsicht zu betrachten. Es ist nicht garantiert, dass alle Funktionen mit dem Mainline Kernel gegeben sind, da durchaus benötigte Patches fehlen können. Im reinen Headless Betrieb kann ich auf alle wichtigen Funktionen wie Ethernet und USB Ports zugreifen. Der Wechsel auf den Mainline Kernel ist generell nicht kompliziert. Allerdings empfiehlt sich auf jeden Fall im Vorfeld ein Backup anzulegen, um wieder ohne großen Aufwand auf die vorherige Version zurückwechseln zu können. Eine einfache Lösung liefert Partclone unter Linux. Damit lassen sich komprimierte Images einer Partition anlegen.

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MySQL Binary Logs belegen viel Speicherplatz

Auf einem Einplatinencomputer wie dem Raspberry Pi lassen sich prima diverse Anwendungen betreiben. Für kleine Benutzergruppen ist es zum Beispiel recht einfach möglich, eine Private Cloud einzurichten, um Daten zu synchronisieren oder um Kalender und Kontakte mit unterschiedlichen Geräten abzugleichen. Damit solche Anwendungen auch funktionieren wird in den meisten Fällen eine Datenbank vorausgesetzt. Als Datenbanksystem kann auf aktuellen Generationen der Einplatinencomputer “MySQL” bzw. dessen Fork “MariaDB“ zum Einsatz kommen. Die Leistung der Geräte ist zwischenzeitlich so gut, dass dies problemlos funktioniert. MySQL bzw. MariaDB sollten vor dem ersten Einsatz zwingend abgesichert werden, damit zumindest die wichtigsten Grundkonfigurationen abgeschlossen sind.

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Vom Banana Pi zum Odroid-C2

Vor gut zwei Jahren – nachdem ich bereits erste kleinere Projekte mit dem Raspberry Pi hinter mir hatte – interessierte mich, was es denn noch so auf dem Einplatinencomputer Markt gibt. Bei meinen Recherchen bin ich ziemlich schnell beim „Banana Pi“ hängen geblieben. Hatte dieser schon eine Dual Core ARM v7 CPU, SATA Schnittstelle und Gigabit Netzwerk. Im Vergleich zu meinem damaligen „Raspberry Pi 1B“ war das schon ein deutlicher Unterschied. Es musste also ein Banana Pi her, der zuerst klassisch über eine SD Karte als Storage mit Arch Linux betrieben wurde.

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