VirtualBox und das Extension Pack

VirtualBox ist unter Linux ein ziemlich guter Typ 2 Hypervisor. Das bedeutet, dass die virtuellen Maschinen nicht direkt auf die physikalischen Hardware Ressourcen zugreifen, sondern zwischen Hypervisor und Hardware noch das Betriebssystem als Schicht liegt. Damit die auf VirtualBox laufenden Maschinen auch USB Geräte erkennen und bei Bedarf einen PXE Boot durchführen können, muss zusätzlich das so genannte Extension Pack installiert werden.


Dies ist jedoch nicht über die Paketlisten erhältlich, sondern muss manuell heruntergeladen und installiert werden. Die aktuellste Version lässt sich direkt über die Homepage herunterladen: https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads In den Globalen Einstellungen von VirtualBox kann das Zusatzpaket installiert werden.

VirtualBox Extension Pack

Sobald dies geschehen ist, kann auch der USB 2.0 Controller der VM aktiviert werden.

VirtualBox Extension Pack

Um ein USB Gerät in die VM Session zu mounten, muss am rechten unteren Eck der USB Stecker ausgewählt werden. Hier werden alle aktuell angeschlossenen USB Geräte zur Auswahl angezeigt.

VirtualBox Extension Pack

Leider gibt es bei dem Extension Pack einen kleinen Nachteil. Da es nicht in den Paketlisten vorhanden ist, wird es bei einem VirtualBox Update auch nicht aktualisiert. Nach einem Update kann es passieren, dass USB Geräte auf einmal nicht mehr gemountet werden können. Es erscheinen Fehlermeldungen und das gewünschte Gerät wird z.B. unter Windows als fehlerhaft im Gerätemanager angezeigt. Wenn das passiert, muss das aktuellste Extension Pack geladen und installiert werden. Erst dann lassen sich auch USB Geräte wieder felerfrei verwenden.

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